Wenn Sie über einen Kredit nachdenken, taucht schnell die Frage auf, ob Sie Vermögen als Sicherheit einsetzen müssen. Dahinter steckt das Grundprinzip jeder Finanzierung: Die Bank möchte sicher sein, dass sie ihr Geld zurückbekommt – auch dann, wenn sich Ihre Situation verändert. Ob dafür wirklich Immobilien, Wertpapiere oder andere Werte hinterlegt werden müssen, ist jedoch keine Schwarz‑Weiß‑Entscheidung. Maßgeblich sind Kreditart, Laufzeit, Höhe des Kreditbetrags und Ihre persönliche Bonität.
Bei vielen klassischen Ratenkrediten für private Zwecke – etwa für ein Auto, einen Modernisierungskredit oder eine größere Anschaffung – arbeiten Banken mittlerweile mit sogenannten Blankodarlehen. In diesen Fällen stützt sich die Kreditentscheidung vor allem auf Ihre Zahlungsfähigkeit. Reale Sicherheiten wie eine Grundschuld oder ein verpfändetes Depot sind dann nicht nötig. Anders sieht es bei sehr hohen Summen oder langfristigen Finanzierungen aus, etwa bei einer Baufinanzierung: Hier verlangen Kreditinstitute fast immer zusätzliche Sicherheiten, weil das Risiko über viele Jahre schwerer kalkulierbar ist.
Für Sie bedeutet das: Ein Kredit ohne Sicherheiten ist durchaus möglich, aber nicht in jeder Konstellation. Je klarer Sie Ihren Finanzierungsbedarf definieren und je besser Ihre wirtschaftliche Basis ist, desto mehr Spielraum haben Sie bei der Frage nach Sicherheiten.