Für die Finanzierung einer Photovoltaikanlage stehen unterschiedliche Kreditarten zur Verfügung. Welche davon am besten passt, hängt unter anderem vom benötigten Betrag, der gewünschten Laufzeit, der Bonität und dem Umfang des gesamten Vorhabens ab.
Klassischer Privat- oder Ratenkredit
Ein Ratenkredit ohne festen Verwendungszweck ist häufig die unkomplizierteste Möglichkeit, eine Photovoltaikanlage zu finanzieren. Mit dem Kreditbetrag können neben den Solarmodulen beispielsweise auch der Batteriespeicher, die Installation, Arbeiten am Zählerschrank und weitere Nebenkosten bezahlt werden.
Da der Kredit nicht an eine bestimmte Verwendung gebunden ist, verlangt die Bank in der Regel keine Rechnungen oder sonstigen Nachweise über den Einsatz des Geldes. Das schafft Flexibilität, wenn sich während der Installation zusätzliche Kosten ergeben oder einzelne Leistungen nicht im ursprünglichen Angebot enthalten waren.
Ein weiterer Vorteil ist, dass normalerweise keine Grundschuld eingetragen werden muss. Antragstellung, Prüfung und Auszahlung sind deshalb häufig einfacher und schneller als bei einer Immobilienfinanzierung. Allerdings können die Zinsen höher ausfallen als bei einem zweckgebundenen oder grundbuchlich abgesicherten Darlehen.
Nehmen Sie dennoch nur den Betrag auf, den Sie für die Anlage und realistisch zu erwartende Zusatzkosten benötigen. Nicht benötigtes Kreditkapital verursacht unnötige Zinsen.
Zweckgebundener Modernisierungskredit
Ein Modernisierungskredit ist ein Ratenkredit, dessen Verwendung auf bestimmte Maßnahmen an einer Immobilie beschränkt ist. Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und damit verbundene Elektroarbeiten können je nach Angebot zu den zulässigen Verwendungszwecken gehören.
Aufgrund der Zweckbindung kann ein Modernisierungskredit günstigere Konditionen bieten als ein frei verwendbarer Privatkredit. Das ist jedoch nicht garantiert. Entscheidend sind die Konditionen der jeweiligen Bank sowie die persönliche Bonität des Antragstellers.
Modernisierungskredite eignen sich besonders, wenn das Geld vollständig für die PV-Anlage oder weitere Arbeiten am Gebäude verwendet werden soll. Je nach Bank müssen dafür ein Kostenvoranschlag, Rechnungen oder ein Eigentumsnachweis eingereicht werden. Eine Grundbucheintragung ist bei vielen Angeboten bis zu einer bestimmten Kredithöhe nicht erforderlich.