SCHUFA Score NextGen

Der SCHUFA Score NextGen 1.0 bringt mehr Transparenz in Ihre Bonität

Statt undurchsichtiger Berechnungen basiert der neue Score auf 12 klaren Kriterien und reicht von 100 bis 999 Punkten – je höher der Wert, desto besser Ihre Kreditwürdigkeit. Unternehmen nutzen den Score als Orientierung für Vertragsentscheidungen, die finale Zusage treffen sie jedoch selbst.

Wichtig zu wissen: Bei offenen Zahlungsstörungen wird vorübergehend kein individueller Score berechnet, sondern ein fester Wert vergeben – bis die Forderung beglichen ist.

Das Wichtigste in Kürze

Der SCHUFA Score NextGen 1.0 ersetzt den alten Basisscore und reicht von 100 bis 999 Punkten.

Grundlage sind 12 klar definierte Kriterien, die Ihr Zahlungsverhalten und Ihre Vertragsnutzung abbilden.

Im SCHUFA‑Account sehen Sie Ihren Score digital und verstehen Punkt für Punkt, was ihn beeinflusst.

Mit einem bewussten Umgang mit Krediten und Verträgen können Sie Ihren Score langfristig verbessern.

In diesem Artikel:

Was ist der SCHUFA Score NextGen?

Der SCHUFA Score begleitet viele wichtige Schritte im Alltag: die Kontoeröffnung, einen Ratenkredit, den Mobilfunkvertrag oder die neue Wohnung. Mit dem SCHUFA Score NextGen 1.0 stellt die SCHUFA ihr System grundlegend um. Der neue Score soll einfacher, transparenter und für Privatpersonen besser nachvollziehbar sein.

 

Der Score ist ein Punktwert zwischen 100 und 999. Je höher die Punktzahl, desto geringer schätzt die SCHUFA das Risiko ein, dass Zahlungen ausfallen. Unternehmen wie Banken, Händler oder Mobilfunkanbieter nutzen diesen Wert als Orientierung, wenn sie entscheiden, ob sie Ihnen einen Vertrag anbieten – und zu welchen Konditionen. Wichtig ist: Die SCHUFA vergibt selbst keine Kredite und entscheidet auch nicht über Zusagen oder Ablehnungen. Sie liefert eine Prognose, die jedes Kreditinstitut in sein eigenes Risikomodell einbaut.

Offene, also noch nicht erledigte Zahlungsstörungen sind ein Sonderfall. In diesen Fällen wird kein individueller Score berechnet. Stattdessen vergibt die SCHUFA Fixwerte, bis die Forderung erledigt und entsprechend gemeldet ist.

So wird der neue Score berechnet – die 12 Kriterien

Die bisherige Berechnung basierte auf sehr vielen möglichen Einflussgrößen und wurde von vielen Menschen als „Black Box“ empfunden. Der neue SCHUFA Score NextGen 1.0 reduziert das auf 12 Kriterien. Jedes Kriterium erhält Punkte, die am Ende zu Ihrem persönlichen Score addiert werden. Das komplizierte Statistik‑Modell dahinter wird dadurch auf ein verständliches Punktesystem abgebildet.

1. Zahlungsstörungen: Entscheidend ist, ob es aktuelle oder erledigte Zahlungsstörungen (z.B. Inkasso, titulierte Forderungen) gibt. Ohne Zahlungsstörungen erhalten Sie die meisten Punkte, erledigte Einträge wiegen weniger schwer, offene Störungen führen sogar zu Fixwerten statt eines individuellen Scores.

2. Alter des ältesten Bankvertrags (z.B. Girokonto): Ein seit vielen Jahren bestehendes Konto zeigt Stabilität und einen verlässlichen Umgang mit Finanzen. Je länger dieser Bankvertrag besteht, desto mehr Punkte bringt er, während ganz neue oder fehlende Bankverträge schlechter bewertet werden.

3. Alter der ältesten Kreditkarte: Ähnlich wie beim Girokonto signalisiert eine langjährig genutzte Kreditkarte ein etabliertes, verantwortungsvolles Zahlungsverhalten. Eine ältere, gut geführte Kreditkarte erhöht den Score stärker als eine frisch beantragte Karte.

4. Alter der aktuellen Adresse: Wer über längere Zeit an derselben Anschrift gemeldet ist, wirkt aus statistischer Sicht „stabiler“. Häufige Umzüge in kurzer Zeit können dagegen mit einem höheren Ausfallrisiko zusammenhängen und führen daher zu weniger Punkten.

5. Alter des jüngsten Rahmenkredits (z.B. Dispo, Kreditkarte mit Limit): Ein kürzlich neu eingerichteter Rahmenkredit kann kurzfristig eher neutral bis leicht negativ wirken, weil erst Erfahrung im Umgang damit gesammelt werden muss. Ein schon länger bestehender, unauffällig genutzter Rahmenkredit wird positiv bewertet.

6. Anzahl von Anfragen und Abschlüssen für Girokonten und Kreditkarten in den letzten 12 Monaten: Einzelne neue Konten oder Karten sind normal, viele Anfragen oder Abschlüsse in kurzer Zeit können aber auf eine steigende Verschuldung hindeuten. Je intensiver diese Aktivitäten in kurzer Zeit sind, desto stärker kann der Score belastet werden.

7. Anzahl der Anfragen außerhalb des Bankbereichs in den letzten 12 Monaten: Hierzu zählen etwa Bonitätsabfragen für Mobilfunk-, Versandhandels- oder Energieverträge. Vereinzelte Abfragen sind unkritisch, gehäufte Anfragen innerhalb kurzer Zeit können jedoch ein Warnsignal sein und den Score reduzieren.

8. Aufgenommene Ratenkredite in den letzten 12 Monaten: Ob und wie viele neue Ratenkredite Sie im vergangenen Jahr aufgenommen haben, fließt direkt in die Bewertung ein. Kein oder nur ein Ratenkredit wirkt meist neutral bis leicht positiv, mehrere neue Ratenkredite können das wahrgenommene Risiko erhöhen.

9. Längste Restlaufzeit aller Ratenkredite: Je länger Ihre bestehenden Kredite noch laufen, desto länger tragen Sie finanzielle Verpflichtungen. Kürzere oder bald auslaufende Laufzeiten werden daher günstiger bewertet als sehr lange Restlaufzeiten von vielen Jahren.

10. Kreditstatus (Ratenkredite): Hier geht es darum, ob Ihre Ratenkredite offen, positiv erledigt oder problematisch sind. Positiv zurückgezahlte Kredite sind ein Plus, laufende Kredite ohne Auffälligkeiten neutral bis positiv, während offene oder negativ erledigte Kredite den Score deutlich senken.

11. Immobilienkredit vorhanden oder nicht: Ein bestehender Immobilienkredit wird als Hinweis auf eine langfristige, meist gut geplante Finanzierung gewertet. Wer einen solchen Kredit über längere Zeit bedient, erhält zusätzliche Punkte, weil dies ein Indikator für verlässliches Zahlungsverhalten sein kann.

12. Vorliegen einer Identitätsprüfung: Wurde Ihre Identität über Verfahren wie Post‑Ident oder Video‑Ident bestätigt, erhöht das die Datensicherheit und reduziert das Risiko von Identitätsmissbrauch. Eine erfolgreiche Identitätsprüfung bringt daher zusätzliche Punkte im Score.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie direkt bei der SCHUFA:
https://www.schufa.de/schufa-score-nextgen

 

Ihren Score einsehen und verstehen: der SCHUFA Account

Ein wichtiger Baustein der neuen Score‑Generation ist der digitale SCHUFA‑Account. Dort können Sie Ihren aktuellen Scorewert jederzeit online abrufen – kostenlos und unabhängig davon, ob Sie gerade einen Kredit oder Vertrag abschließen möchten.

Im Account sehen Sie nicht nur die reine Zahl, sondern auch, wie sich diese Punkt für Punkt zusammensetzt. Sie erkennen zum Beispiel, welchen Beitrag Ihre bestehenden Bankverträge, Kreditkarten, Ratenkredite oder das Vorliegen von Zahlungsstörungen leisten. So wird aus einem abstrakten Wert eine nachvollziehbare Übersicht.

Gleichzeitig erhalten Sie Einblick in die zu Ihnen gespeicherten Daten. Finden Sie dabei einen Eintrag, der aus Ihrer Sicht falsch oder veraltet ist, können Sie eine Prüfung und gegebenenfalls Korrektur anstoßen. Das stärkt Ihre Rechte und sorgt dafür, dass Ihr Score auf möglichst aktuellen und korrekten Informationen basiert.

Zum SCHUFA‑Account geht es hier entlang: https://app.schufa.de

 

Über Uns

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In diesem Artikel:

Wie Sie Ihren SCHUFA Score NextGen aktiv beeinflussen können

Auch wenn Sie den Algorithmus des Scores nicht selbst steuern können, gibt es eine Reihe von Stellschrauben, mit denen Sie Ihre Bonität verbessern.

Am wichtigsten ist ein verlässlicher Umgang mit Zahlungsverpflichtungen. Wenn Sie Ihre Kreditraten, Mietzahlungen, Energiekosten und Mobilfunkrechnungen pünktlich begleichen, vermeiden Sie Mahnungen und Inkassoverfahren – und damit Einträge, die den Score stark belasten würden. Daueraufträge und Lastschriften helfen, Zahlungen rechtzeitig auszuführen.

Ebenfalls sinnvoll ist ein geordnetes Kreditmanagement. Prüfen Sie regelmäßig, ob mehrere kleine Ratenkredite sich zu einer übersichtlicheren Lösung bündeln lassen. Eine gut geplante Umschuldung kann nicht nur Zinsen sparen, sondern auch die Struktur Ihrer Verbindlichkeiten übersichtlicher machen.

Versuchen Sie außerdem, zu viele neue Verträge und Kreditanfragen innerhalb kurzer Zeit zu vermeiden. Wenn Sie zum Beispiel nacheinander mehrere Kreditkarten oder Konten beantragen oder zahlreiche „auf Rechnung“-Bestellungen tätigen, kann das Ihren Score kurzfristig drücken. Planen Sie solche Schritte bewusst und verteilen Sie sie über einen längeren Zeitraum.

Ein weiterer Punkt ist die Stabilität Ihrer Vertragsbeziehungen. Gut geführte Konten und Kreditkarten über viele Jahre sind ein Plus. Schließen Sie funktionierende Produkte daher nicht vorschnell, nur um „aufzuräumen“, wenn Sie sie noch sinnvoll nutzen.

Schließlich lohnt es sich, die eigenen Daten regelmäßig im SCHUFA‑Account zu kontrollieren. So stellen Sie sicher, dass keine veralteten oder falschen Einträge Ihre Bonität unnötig verschlechtern.

Fazit: Mehr Transparenz und Chancen für Ihre Finanzplanung

Der SCHUFA Score NextGen 1.0 macht die Bonitätsbewertung deutlich transparenter. Statt eines schwer verständlichen Werts im Hintergrund sehen Sie nun, auf welchen 12 Kriterien Ihr Score basiert und wie sich diese in Punkte übersetzen. Mit dem digitalen SCHUFA‑Account gewinnen Sie Einblick in Ihre Daten und können aktiv dazu beitragen, dass Ihre Kreditwürdigkeit fair abgebildet wird.

Wenn Sie Ihren Score kennen und verstehen, fällt es leichter, wichtige Entscheidungen rund um Ratenkredite, Modernisierungskredite, Renovierungskredite oder Umschuldungen zu treffen. Kredit24 unterstützt Sie dabei mit einem unabhängigen Kreditvergleich, klaren Konditionen und verständlichen Erklärungen – damit Ihr SCHUFA Score zu einem Baustein wird, der Ihnen den Weg in eine sichere finanzielle Zukunft öffnet.

Fazit

Große Anschaffungen müssen kein finanzielles Risiko sein – im Gegenteil: Richtig eingesetzt, ist ein Kredit ein sinnvolles Werkzeug, um sich mehr Komfort zu gönnen und gleichzeitig flexibel zu bleiben. Entscheidend ist, dass Rate, Laufzeit und Rücklagen zu Ihrer Lebensrealität passen. Wer bewusst plant, Angebote vergleicht und sich finanziellen Spielraum lässt, kann Upgrades heute genießen, ohne sich morgen einzuschränken.

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