Der Weg zur Übernahme Ihrer alten Kredite ist klar strukturiert. Zunächst stellen Sie bei einer Bank oder einem Kreditvermittler einen Antrag auf einen Raten- oder Umschuldungskredit. In diesem Antrag geben Sie genau an, welche bestehenden Kredite abgelöst werden sollen. Dazu gehören Kreditinstitute, aktuelle Restschulden und die jeweiligen Vertrags- oder Kontonummern.
Wird Ihr Antrag bewilligt, überweist der neue Kreditgeber das Geld nicht einfach auf Ihr Girokonto, sondern in der Regel direkt an die bisherigen Banken. Entweder erlauben Sie das über eine Ablösevollmacht, oder Sie erhalten Ablösebeträge, die Sie zweckgebunden weiterleiten. Sobald die Restschulden eingegangen sind, werden die alten Kreditverträge beendet. Ab diesem Zeitpunkt zahlen Sie nur noch die neue Rate – übersichtlicher, planbarer und ohne das Durcheinander vieler Einzelverbindlichkeiten.
Rechtlich ist das wichtig zu unterscheiden: Die Bank „kauft“ Ihre Schulden nicht auf, sondern stellt einen neuen Kredit zur Verfügung. Alle Vorteile oder Nachteile hängen damit von diesem neuen Vertrag ab: vom Effektivzins, von der Laufzeit, den Gebühren und den Vereinbarungen zur Rückzahlung.